Obst- und Gartenbauverein Rott am Inn

Lesefutter für Naturgärtner - und solche, die es werden wollen

 

Hier finden Sie Buchtips, Lesefutter und interessante Links - von uns erprobt! - zum Thema "Naturgarten"

 

Die letztes Jahr gestartete „Vielfaltsmacher“-Aktion unseres Landesverbandes hat zum Ziel, möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, ihren Garten zu einem Reich der Artenvielfalt und der Natur zu machen. Auf der Webseite https://www.vielfaltsmacher.de/, die seit Januar 2020 im Netz ist, gibt es Informationen, Tipps, Anleitungen, kreative Impulse und leicht umsetzbare Hilfestellungen, die zum Mit- und Nachmachen einladen.

 

Auch der Naturschutzbund Deutschland e. V. betreibt eine Internetseite, die unter anderem Schritt für Schritt in Richtung Naturgarten führt. – Ohne große Hauruck-Aktionen, denn Gärtnern soll ja schließlich Spaß machen und entspannen:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/

 

Zum Appetitholen auf verschiedenste Typen eines Naturgartens – vom sehr modern gehaltenen Garten bis zum verwunschenen Kinder- oder Tier-Paradies – kann ich das Einsteiger-Buch von Reinhard Witt „Natur für jeden Garten“ empfehlen. Neben den Grundzügen, was einen naturnahen Garten ausmacht, zeichnet sich das Buch durch die vielen bebilderten Beispiele verschiedenster Naturgärten aus. Die Größe der vorgestellten Gärten erstreckt sich dabei von gerade mal Handtuchgröße bis hin zu mehreren 1000 m² großen Gartenreichen. Daneben ist im Buch ein ausführlicher Praxisteil zu finden, mit dem jeder selbst zum Gartenplaner oder Landschaftsbauer werden kann.

 

Wer sich lieber in bescheidenerem Rahmen versuchen und erst mal nur ein Beet anlegen möchte, der kann auf das Buch von Brigitte Kleinod undFriedhelm Strickler „Schön wild! Attraktive Beete mit heimischen Wildstauden im Garten“ zurückgreifen. Für jeden Standort im Garten – von nährstoffreichen Böden im Schatten bis hin zu sonnigen Sandböden – haben die Autoren Pflanzpläne entwickelt. Damit ist es auch für Gartenneulinge ein Leichtes, attraktive und wirklich pflegeleichte Staudenbeete anzulegen.

 

Mit wunderschönen Bildern und einer hochwertigen Aufmachung ist das Exemplar von Peter Steiger „Heimische Wildstauden im Garten“ ein sog. Coffee Table Buch. Vor allem aber inhaltlich mit rund 140 Portraits heimischer Wildstauden, sortiert nach geeignetem Standort vom trockenheißen Kies über schattige Bereiche bis zum feuchten Gewässerrand, lässt das Buch das Herz eines jeden begeisterten (Stauden)gärtners höher schlagen.

 

Meine erste Anlaufstelle in Sachen Topfgarten, Naturbalkon und Wildpflanzenkübel ist der Blog der Münchnerin Katharina Heuberger, die seit 2013 auf kleinstem Raum im 5. Stock Wildpflanzengärtnerei betreibt:

https://wildermeter.de/

 

Wer sich nicht nur an Blüten, sondern auch an deren Besuchern erfreut, dem sei der Blog von Wildbienen-Spezialist Werner David aus Erding ans Herz gelegt.

https://www.naturgartenfreude.de/naturgartenbalkon/

 

In beiden Blogs werden die Grundlagen erfolgreicher Naturbalkongärtnerei gut erklärt – welches Substrat, welche Pflanzen am besten und woher, wie ist das mit Winterschutz usw. Aber auch für „alte Hasen“ wie mich gibt es immer wieder Neues zu entdecken an Erfahrungsberichten, wunderschönen Fotografien oder Hinweisen zu anderen Wildpflanzenliebhabern und deren Internetseiten.

Apropos Winterschutz: Ich rücke meine Wildpflanzentöpfe nur zusammen, geschützt von einer Seite durch Gartenmauer oder Hauswand. Bis jetzt haben alle meine Lieben im Frühjahr wieder durchgetrieben. Ein naturnaher Wildpflanzen-Topfgarten ist eben auch etwas für faule Gärtner, die ihren Garten lieber genießen als die Gartenarbeit in Stress ausarten zu lassen ;-).

 

Wer statt Recherche im Internet lieber draußen auf Balkon oder Terrasse ein schönes Buch liest, dem sei „Das Wildpflanzen Topfbuch“ von Reinhard Witt empfohlen. Auf 392 Seiten finden sich Informationen zur naturnahen Topfgärtnerei satt. Dazu ist der Band mit über 700 Fotos auch optisch ein Genuß – man möchte am liebsten sofort anfangen, seine Hände in die Erde zu stecken und die faszinierende Welt unserer heimischen Flora zu entdecken!

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